WAS IST QI GONG?      
 

Qi Gong ist eine alte chinesische Form von bewegungsorientierten Gesundheits- und Meditationsübungen zur Gesunderhaltung und Persönlichkeitsentwicklung. Die Wurzeln liegen in der traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Nach der Grundannahme der TCM fließt die Lebensenergie (Qi) des Menschen auf sogenannten Meridianen durch den Körper. Ist der Qi-Fluss blockiert, kommt es zu physischen und psychischen Beschwerden.

Qi Gong ist somit der aktive Teil der Traditionellen Medizin.
Die Qi Gong-Übungen dienen der Aktivierung, Stärkung und Bewahrung der Lebenskraft. Die Chinesen sprechen auch von der „Pflege“ der Lebensenergie.

QiGong
Qi         =  Lebensenergie


Gong   =  Weg, Methode, Arbeit, beständiges Üben

QI
Nach den Vorstellungen der TCM fließt unsere Lebensenergie (Qi) auf 12 Hauptleitbahnen (Meridiane). Für die Chinesen ist Qi die allem Lebendigen innewohnende Lebenskraft der Natur. Qi ist Leben, ständig in Bewegung, fließend, Veränderungen hervorbringend. Jede Verlangsamung oder Stagnation des Qi-Flusses beeinträchtigt die Gesundheit.

Gong
Der Weg des Übens (Gong) ist das selbstverantwortliche Bemühen um die eigene Gesundheit und der inneren Balance. Durch die Übungen soll das Qi in Bewegung gebracht bzw. gehalten werden.


Allgemein unterscheidet man Dong Gong (bewegtes Qi Gong) und Jing Gong (stilles Qi Gong). Die Qi Gong-Übungen sind leicht erlernbar und für jedes Alter geeignet. Je nach Übungsform können sie ohne größere körperliche Anstrengungen im Stehen, Liegen und Sitzen durchgeführt werden.

 

Qi Gong im Westen

Die Lehre des Qi Gong hat sich im Westen sprunghaft ausgereitet, weil sie wichtige Aspekte der Menschen berücksichtigt:

 

  • Aspekte der Prävention und der Gesundheitsförderung
  • Aspekt der Therapie
  • Aspekt des spirituellen Weges
 

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Die spirituelle Dimension des Qi Gong

Der spirituelle Aspekt erfährt derzeit eine Renaissance. Selbst die neurobiologisch orientierte Forschung glaubt ohne diese Dimension nicht auskommen zu können. „In solchen (als unkontrollierbar erlebten, W.B.) Situationen eines massiven Durcheinanders im frontalen Kortex wird die Welt im limbischen System abgearbeitet. Gelingen kann das aber nur, wenn dort aufgrund einer sicheren emotionalen Beziehung entsprechende Leitbilder entwickelt sind, die alle einmal übernommen, aber neu kombiniert und strukturiert und schließlich als eigene Leitbilder oder Orientierungen überführt werden. In Phasen massiver Verunsicherung biete weder das Vertrauen in die eigenen Kompetenzen noch das Vertrauen in die Fähigkeiten anderer eine ausreichende Grundlage. Dann trage nur das Vertrauen in vorgestellte Kräfte, letztlich das, was als Glaube in keineswegs nur religiösem Sinne bezeichnet werde.“ (Prof. Dr.Gerald Hüther, Neurobiologe,  2001)

 

Quelle: Universität Oldenburg, Rezeptionen und Wirkungen des Qi Gong.
             (Belschner, Bölts, Fischer, P&Sanders)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Wenn das Qi fließt,
wo käme dann die Krankheit her?"

(Weise Frage aus der TCM)